Wir brauchen eine „Digitaloffensive Weiterbildung“

Der IB plädiert für eine umfassende Strategie zur digitalen Transformation des Landes


Der Internationale Bund (IB) plädiert für eine "Digitaloffensive Weiterbildung". Foto: Headway/Unsplash.com

Frankfurt am Main, 15. September 2021. Den Zugang zu digital-gestützten Bildungsangeboten verbessern und die Digitali­sierung in Deutschland menschen- und chancengerecht vorantreiben – für den Internationalen Bund (IB) sind dies zentrale Aufgaben der künftigen Bundesregierung für die kommende Legislatur­periode. Deshalb appelliert der IB an diese, analog zum „Digitalpakt Schule“ eine „Digitaloffensive Weiterbildung“ anzuschie­ben. „Diese Offensive sollte nicht nur einen individuellen Rechtsanspruch auf berufliche Weiter­bildung für alle beinhalten, sondern vor allem die gemeinnützigen Träger der beruf­lichen Bildung bei den Investitionen in den Aufbau einer modernen digitalen Infra­struktur unterstützen“, unterstreicht IB-Präsidentin Petra Merkel. „Nur eine fundierte Weiterbildung kann dafür sorgen, dass die digitale, ökologische und demografische Transformation unserer Gesellschaft gerecht vonstattengeht.“ 

Die Corona-Pandemie hat Deutschland einen deutlichen Anschub in Richtung Digitalisierung verschafft. Aber noch immer hinkt das Land bei der digitalen Infrastruktur internationalen Standards hinterher. Deshalb sei es so wichtig, so Carsten Hübscher, Leiter des Projekts IB digital, Produkte und Programme, sie schnell und umfassend auszubauen, damit jede*r überall in Deutschland schnelles Internet nutzen kann, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht weiter zu gefährden und um allen Menschen soziale Teilhabe zu ermöglichen.

Digitalisierung gestalten – beteiligungsorientiert, nachhaltig, menschengerecht

„Bei der Digitalisierung Deutschlands ist darauf zu achten, dass sie beteiligungsorientiert, nachhaltig und menschen­gerecht gestaltet wird – das heißt: alle Menschen einbezieht, interaktive Arbeit nicht ersetzt, sondern unterstützt, und die jeweiligen Entwicklungs­möglich­keiten des oder der Einzelnen fördert.“ Konkret bedeutet das zum Beispiel, Lehrpläne für Schule, Hochschule und die berufliche Bildung an die Anforderungen der Digitalisierung anzupassen, in der Arbeitswelt mobiles Arbeiten und Home Office sinnvoll mit traditionellem Arbeiten zu verbinden und in der Weiterbildung vermehrt analoge Angebote in hybride oder volldigitale Formate zu überführen.

Carsten Hübscher sieht konkreten Handlungsbedarf auch bei der jüngeren Generation und ihrem Umgang mit den sozialen Medien. „Instagram, TikTok oder WhatsApp mögen für junge Menschen heute selbstverständlich sein. Aber sie müssen sensibilisiert werden für die psychologischen und gesellschaftlichen, die gesundheitlichen und datenschutzrechtlichen Chancen und Risiken, die damit verbunden sind.“

In die richtige Richtung in Bezug auf die digitale Transformation des Landes weist nach Ansicht des IB-Experten Hübscher, neben der geplanten „Bundeszentrale für Medienbildung und digitale Sicherheit“, die seit April 2021 bestehende „Nationale Bildungsplattform für digitale Angebote“, auch wenn hier noch viele Fragen offen seien. Wesentlich sei darüber hinaus, so Hübscher weiter, „die gezielte öffentliche Förderung von Wissenschaft und Forschung zur Digitalisierung – und hier ganz besonders zur künstlichen Intelligenz. Denn hieran entscheidet sich, ob die digitale Transformation gelingt oder nicht.“

Über den Internationalen Bund:

Der Internationale Bund (IB) ist mit mehr als 14.000 Mitarbeitenden einer der großen Dienstleister in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Er unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren dabei, ein selbstverantwortetes Leben zu führen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Sein Leitsatz „Menschsein stärken“ ist für die Mitarbeiter*innen Motivation und Orientierung.

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