IB: Fachkräftemangel durch Zuwanderung begegnen!

Unter anderem Pflege, IT und Gastronomie profitieren, wenn Deutschland Migranten*Migrantinnen Perspektiven bietet


Der Internationale Bund (IB) wirbt für mehr Zuwanderung von Fachkräften.

Frankfurt am Main, 04. August 2021. Der Internationale Bund (IB) erwartet von der neuen deutschen Bundesregierung, dass sie dem Fachkräftemangel stärker als bisher mit gesteuerter Zuwanderung begegnet. Dies betont Präsidentin Petra Merkel im Vorfeld der Bundestagswahl. Entsprechende Maßnahmen sind nach Ansicht des IB doppelt effektiv. „Erstens wird die heimische Wirtschaft gestärkt, wenn Branchen wie Pflege, Gastronomie und IT dringend benötigtes Personal finden. Zweitens erhalten Menschen, die in ihren Heimatländern von Arbeitslosigkeit, Verfolgung oder Schlimmerem bedroht sind, eine Perspektive“, sagt Petra Merkel.

Die längst gestartete ökologische, digitale und demographische Transformation ist in den nächsten Jahrzehnten die zentrale Herausforderung der deutschen Gesellschaft. Nach Überzeugung des IB sowie vieler weiterer Verbände und Institutionen kann sie ohne die Fachkräfte-Zuwanderung nicht bewältigt werden. Der Mangel an qualifiziertem Personal ist bereits seit vielen Jahren spürbar und vergrößert sich – besonders in der Pflege – immer weiter.

Der IB weist jedoch darauf hin, dass der Zuzug ausländischer Fachkräfte nur funktioniert, wenn die politischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Diese bestehen zum einen aus guten Arbeitsbedingungen und fairem Lohn. „Wer etwa in der Pflege arbeitet, tut dies oft aus Leidenschaft. Das darf nicht ausgenutzt werden, nicht im In- und nicht im Ausland“, fordert Petra Merkel.

IB: Ganzheitliche Integration mit Sprachkurs, Beratung und Betreuung

Zum anderen genügt es nicht, Menschen nach Deutschland zu holen und ihnen eine Anstellung zu geben. Wer bei der Zuwanderung von Fachkräften nachhaltig vorgeht, muss grundsätzliche Integrationsprozesse mitbedenken und organisieren. Alle Akteure – staatliche, private und gemeinnützige Institutionen, Vereine, Gewerkschaften, sowie Unternehmen – müssen kooperieren, um dieser Herausforderung zu begegnen. Die zugezogenen Fachkräfte müssen in vielerlei Hinsicht unterstützt werden, damit die Menschen aktiv an der Gesellschaft teilhaben. Dies umfasst unter anderem Beratungsleistungen, Sprachvermittlung, sowie psychosoziale und pädagogische Betreuung. Petra Merkel betont: „Integration endet nicht mit einer Arbeitsvermittlung nach Deutschland!“

Seit 2011 haben die „Internationalen Migrationsdienste“ des IB bislang mehr als 3.000 ausländische Fachkräfte und Auszubildende bei der Integration in Leben und Arbeit unterstützt. Sie arbeiten vor allem in der Pflege und in Erziehungsbereichen. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen, meist Gesundheitseinrichtungen, Kindertagesstätten und anderen, hilft der IB mit Integrationskursen. Aber auch bei der Betreuung der Menschen beim Ankommen sowie in ihrer ersten Zeit in Deutschland ist der IB aktiv.

Der IB unterscheidet sich hierbei mit seinem Arbeitsfeld „Internationale Migrationsdienste“ in der Umsetzung von anderen Anbietern, da er durch das breite Angebot im Bereich Bildung, Soziales und Internationales eine ganzheitliche Begleitung und Unterstützung gewährleiten kann. Dieser Aspekt wird durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) nicht abgedeckt, ist nach den positiven Erfahrungen des IB sowie der Fachkräfte und Auszubildenden jedoch dringend erforderlich.

 

Über den Internationalen Bund:

Der Internationale Bund (IB) ist mit mehr als 14.000 Mitarbeitenden einer der großen Dienstleister in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Er unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren dabei, ein selbstverantwortetes Leben zu führen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Sein Leitsatz „Menschsein stärken“ ist für die Mitarbeiter*innen Motivation und Orientierung.

 

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Internationaler Bund (IB)

Dirk Altbürger

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