Digitale Weiterbildung: Bildungsdienstleister brauchen stärkeres Mandat der Politik

IB wünscht sich mehr finanzielle Förderung zur Bewältigung der Digitalisierung


Carsten Hübscher, Leiter des Projektes IB digital, wünscht sich, dass die Politik Bildungsdienstleistern ein stärkeres Mandat für die Digitalisierung Deutschlands gibt. Foto: privat

Der Internationale Bund (IB) wünscht sich von der neuen deutschen Bundesregierung, den Bildungsdienstleistern des Landes ein stärkeres Mandat für die digitale Aus- und Weiterbildung zu geben. Dies ist zwingend erforderlich, um die Stellung des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu erhalten und für Chancengerechtigkeit in der Gesellschaft zu sorgen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat prognostiziert, dass die Digitalisierung bis 2025 etwa 2,1 Millionen neue Arbeitsplätze schafft und gleichzeitig etwa 1,3 Millionen durch sie wegfallen. Die deutsche Wirtschaft, vor allem die Industrie, wird also einer großen Transformation unterzogen. Unternehmen sind gezwungen, Systeme neu einzuführen und Mitarbeiter*innen entsprechend zu schulen.

Der Fachkräftemangel muss mit digitaler Weiterbildung bekämpft werden

Der ohnehin bereits seit vielen Jahren herrschende Fachkräftemangel würde sich andernfalls dramatisch verschärfen. Der Internationale Bund ist einer der großen Träger von Bildungsangeboten in Deutschland. Hier geht es zu allen IB-Einrichtungen im Bereich Bildung und Beruf.

Zitat: "Digitalisierung in der Bildung bringt Innovation in Schulen, Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten sowie Hochschulen." Prof. Mariam Hartinger, Interimspräsidentin der IB Hochschule für Gesundheit und Soziales, Berlin

Aber auch beim Thema Chancengerechtigkeit spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Menschen benötigen unabhängig von Alter, sozialer Herkunft oder Bildungsniveau über niedrigschwellige Zugänge zu digitaler Bildung, damit sie ihre Arbeitsplätze trotz Transformation behalten und nicht in Arbeitslosigkeit geraten. Andernfalls würde eine stärkere soziale Spaltung drohen. Voraussetzung hierfür ist vor allem der Ausbau digitaler Netze, damit jede*r überall in Deutschland schnelles Internet nutzen kann.

„Die klassische Berufsausbildung oder selbst der Universitätsabschluss alleine bieten heute auf dem Arbeitsmarkt oft keine langfristige Sicherheit mehr. Arbeitnehmer*innen sollten sich unbedingt zusätzlich weiterbilden, ganz besonders beim Thema IT. Stichwort: `Lebenslanges Lernen´. Auch die Generation Ü60 profitiert vom richtigen Umgang mit der digitalen Technik. Die neue Regierung muss sich finanziell stärker engagieren, um entsprechende Schulungen sicherzustellen“, sagt Carsten Hübscher, Leiter des Projektes IB digital.


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